Die Meldezahlen der Woche aus den öffentlichen Schweizer Statistiken, aggregiert, eingeordnet und für Entscheidungsträger aufbereitet.
Die Bedrohungslage verschärft sich diese Woche deutlich: Mit 1'346 BACS-Meldungen und einem Anstieg der Betrugsversuche um 51 Prozent gegenüber der Vorwoche zeigt sich ein massiver Anstieg bei Betrugskampagnen, die gezielt auf finanzielle Transaktionen abzielen. Parallel dazu bleibt Phishing mit 497 Meldungen das zweithäufigste Problem, während Ransomware-Anschläge auf Schweizer Unternehmen im Jahresvergleich mit 98 dokumentierten Fällen ein erhebliches Risiko darstellen, insbesondere für den Technologiesektor, der in den letzten Wochen wiederholt ins Visier von Gruppen wie THEGENTLEMEN und SHINYHUNTERS geraten ist. Unternehmen sollten ihre Mitarbeitenden verstärkt für Betrugsmuster sensibilisieren und die Authentifizierung von Zahlungsaufträgen überprüfen.
Die Cyberbedrohungslage Schweiz in Kalenderwoche 35/2026: beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gingen 1’346 Meldungen zu Cybervorfällen ein. Häufigste Kategorie war Betrugsversuche mit 528 Meldungen (+51% gegenüber der Vorwoche). In den letzten zwölf Monaten wurden 98 Schweizer Ransomware-Opfer öffentlich bekannt.
Alle beim BACS in Kalenderwoche 35/2026 eingegangenen Meldungen, mit Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Balkenlänge relativ zur meistgemeldeten Kategorie der Woche. Es handelt sich um bei BACS eingegangene Meldungen, nicht zwingend um erfolgreiche Angriffe.
| Bekannt geworden | Sektor | Gruppe |
|---|---|---|
| 01.09.2026 | Professional Services | KRYBIT |
| 30.08.2026 | Technology | THEGENTLEMEN |
| 22.08.2026 | Other | INCRANSOM |
| 20.08.2026 | Technology | PAYLOAD |
| 18.08.2026 | Technology | SHINYHUNTERS |
| 14.08.2026 | Professional Services | THEGENTLEMEN |
Datengrundlage sind ausschliesslich öffentlich zugängliche Quellen: die wöchentlich publizierte Meldestatistik des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS) sowie öffentlich bekannt gewordene Ransomware-Fälle über ransomware.live. n'guard erhebt keine eigenen Meldezahlen, sondern aggregiert diese Daten, ordnet sie ein und übersetzt sie in Handlungsempfehlungen.
Die Zahlen bilden die gemeldete, nicht die tatsächliche Gesamtzahl aller Cybervorfälle in der Schweiz ab. Die Dunkelziffer dürfte insbesondere bei technisch raffinierteren Angriffen höher liegen als bei breit wahrgenommenen Betrugsmaschen. Dieser Report enthält keine vertraulichen oder zugangsbeschränkten Informationen (TLP:CLEAR) und darf mit Quellenangabe frei weiterverwendet werden.
Zitiervorschlag: n'guard Cyber Security: Weekly Cyber Report, Kalenderwoche 35/2026. Abrufbar unter https://nguard.swiss/cyber-weekly-report/kw-35-2026/
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