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Cyber-Lagebericht Schweiz, Januar 2026

Im Zeitraum Januar 2026 wurden 7 Organisationen aus der Schweiz auf den Veröffentlichungsseiten von Ransomware-Gruppen genannt, etwa gleich viele wie im Vorzeitraum Dezember 2025 (8). Am aktivsten war die Gruppe AKIRA mit 4 Nennungen (57 %), insgesamt waren 4 verschiedene Gruppen aktiv.

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n'guard Threat Report

Cyber-Lagebericht Schweiz, Januar 2026

Zeitraum 01.01.2026 bis 31.01.2026, erstellt am 18.10.2026. Vergleichsperiode: Dezember 2025.
n'guardCyber Security
Ransomware-Nennungen
7-13 %
Vorperiode 8, im Schnitt 1,6 pro Woche
Aktive Gruppen
4
am aktivsten: AKIRA
Neu aktiv ausgenutzte CVEs
17
2 mit Ransomware-Bezug (CISA KEV)
Gemeldete Cyberangriffe
0
öffentlich berichtete Vorfälle Schweiz

Einordnung

Im Zeitraum Januar 2026 wurden 7 Organisationen aus der Schweiz auf den Veröffentlichungsseiten von Ransomware-Gruppen genannt, etwa gleich viele wie im Vorzeitraum Dezember 2025 (8). Am aktivsten war die Gruppe AKIRA mit 4 Nennungen (57 %), insgesamt waren 4 verschiedene Gruppen aktiv.

Am stärksten betroffen waren die Branchen Beratung und Dienstleistungen (2), Industrie und Fertigung (2), Transport und Logistik (1). Leak-Site-Nennungen zeigen nur den Teil der Angriffe, bei dem das Opfer nicht bezahlt hat oder die Gruppe Druck aufbauen wollte. Die tatsächliche Zahl der Ransomware-Vorfälle liegt erfahrungsgemäss deutlich höher.

Zum Vergleich im gleichen Zeitraum: Deutschland 28, Österreich 5, Liechtenstein 0. Da Ransomware-Gruppen opportunistisch vorgehen, bilden Angriffswellen in Nachbarländern in der Regel auch das Risiko für die Schweiz ab.

Die US-Behörde CISA hat im Zeitraum 17 Schwachstellen neu als aktiv ausgenutzt eingestuft, davon 2 mit bekannter Nutzung in Ransomware-Kampagnen. Betroffen waren vor allem Produkte von Microsoft, SmarterTools, Ivanti. Diese Liste ist die verlässlichste Priorisierungshilfe fürs Patchen: Was dort steht, wird nachweislich angegriffen, unabhängig vom CVSS-Wert.

Einordnung für KMU: Die drei Muster hinter fast allen genannten Vorfällen sind unverändert: gestohlene oder geleakte Zugangsdaten ohne zweiten Faktor, ungepatchte extern erreichbare Systeme (VPN, Firewall, Mailserver, Fernwartung) und Phishing als Erstzugang. Wer diese drei Punkte adressiert, senkt sein Risiko messbar, unabhängig davon, welche Gruppe gerade am aktivsten ist.

Ransomware: Gruppen, Branchen, Region

Gruppen

01AKIRA
4
02RHYSIDA
1
03QILIN
1
04DRAGONFORCE
1

Branchen

01Beratung und Dienstleistungen
2
02Industrie und Fertigung
2
03Transport und Logistik
1
04Technologie und IT
1
05Finanzdienstleistungen
1

DACH-Vergleich

01Schweiz
7
02Deutschland
28
03Österreich
5
04Liechtenstein
0

Neu als aktiv ausgenutzt eingestufte Schwachstellen

Hersteller mit den meisten Einträgen: Microsoft (3), SmarterTools (2), Ivanti (1), Fortinet (1), Linux (1), GNU (1).

CVEProduktSchwachstelleAufgenommen
CVE-2026-1281Ivanti Endpoint Manager Mobile (EPMM)Ivanti Endpoint Manager Mobile (EPMM) Code Injection Vulnerability29.01.2026
CVE-2026-24858Fortinet Multiple ProductsFortinet Multiple Products Authentication Bypass Using an Alternate Path or Channel Vulnerability27.01.2026
CVE-2018-14634Linux KernelLinux Kernel Integer Overflow Vulnerability26.01.2026
CVE-2025-52691SmarterTools SmarterMailSmarterTools SmarterMail Unrestricted Upload of File with Dangerous Type Vulnerability26.01.2026Ransomware
CVE-2026-23760SmarterTools SmarterMailSmarterTools SmarterMail Authentication Bypass Using an Alternate Path or Channel Vulnerability26.01.2026Ransomware
CVE-2026-24061GNU InetUtilsGNU InetUtils Argument Injection Vulnerability26.01.2026
CVE-2026-21509Microsoft OfficeMicrosoft Office Security Feature Bypass Vulnerability26.01.2026
CVE-2024-37079Broadcom VMware vCenter ServerBroadcom VMware vCenter Server Out-of-bounds Write Vulnerability23.01.2026
CVE-2025-68645Synacor Zimbra Collaboration Suite (ZCS)Synacor Zimbra Collaboration Suite (ZCS) PHP Remote File Inclusion Vulnerability22.01.2026
CVE-2025-34026Versa ConcertoVersa Concerto Improper Authentication Vulnerability22.01.2026
CVE-2025-31125Vite VitejsVite Vitejs Improper Access Control Vulnerability22.01.2026
CVE-2025-54313Prettier eslint-config-prettierPrettier eslint-config-prettier Embedded Malicious Code Vulnerability22.01.2026
CVE-2026-20045Cisco Unified Communications ManagerCisco Unified Communications Products Code Injection Vulnerability21.01.2026
CVE-2026-20805Microsoft WindowsMicrosoft Windows Information Disclosure Vulnerability13.01.2026
CVE-2025-8110Gogs GogsGogs Path Traversal Vulnerability12.01.2026
CVE-2009-0556Microsoft OfficeMicrosoft Office PowerPoint Code Injection Vulnerability07.01.2026
CVE-2025-37164Hewlett Packard Enterprise (HPE) OneViewHewlett Packard Enterprise (HPE) OneView Code Injection Vulnerability07.01.2026

Öffentlich gemeldete Cyberangriffe

Für diesen Zeitraum sind keine öffentlich berichteten Vorfälle in der Quelle erfasst.

Handlungsempfehlungen für KMU

1. Zugangsdaten absichernZweiten Faktor für alle externen Zugänge (VPN, E-Mail, Cloud, Fernwartung) erzwingen. Geleakte Zugangsdaten der eigenen Domain regelmässig prüfen.
2. Aussengrenze patchenExtern erreichbare Systeme priorisiert nach CISA KEV aktualisieren, nicht nach CVSS. Fernwartung und Datenbanken nie direkt am Internet.
3. Phishing-Resistenz erhöhenSPF, DKIM und DMARC (p=reject) sauber konfigurieren, Mitarbeitende regelmässig schulen, Meldeweg für verdächtige Mails etablieren.
4. Erkennen und reagieren könnenBackups offline testen, Notfallplan üben, Protokolle zentral sammeln. Wer das nicht selbst leisten kann, braucht einen Managed SOC.
Quellen: ransomware.live (Leak-Site-Monitoring und Presse-Sammlung); CISA Known Exploited Vulnerabilities Catalog. Die Einordnung ist regelbasiert aus den gezeigten Zahlen abgeleitet. Leak-Site-Nennungen bilden nur veröffentlichte Angriffe ab; die tatsächliche Zahl der Vorfälle liegt höher. Erstellt von n'guard Cyber Security, nguard.swiss. Weitergabe mit Quellenangabe erwünscht.
In einfachen Worten

Was sind die n'guard Threat Reports?

Die n'guard Threat Reports sind kostenlose, automatisch erstellte Cyber-Lageberichte pro Land und Zeitraum. Jeder Report fasst zusammen, was im gewählten Monat oder Quartal öffentlich sichtbar war: wie viele Organisationen aus dem Land auf Ransomware-Leak-Sites genannt wurden, welche Gruppen aktiv waren, welche Branchen betroffen waren, wie sich das im DACH-Raum vergleicht, welche Schwachstellen neu als aktiv ausgenutzt eingestuft wurden und welche Cyberangriffe öffentlich gemeldet wurden. Dazu kommen eine Einordnung in deutscher Sprache und konkrete Handlungsempfehlungen für KMU.

Die Reports richten sich an Geschäftsleitungen, Verwaltungsräte, IT-Verantwortliche und Sicherheitsbeauftragte, die für Risikositzungen, Budgetentscheide oder interne Kommunikation eine faktenbasierte Lageeinschätzung brauchen, ohne selbst Quellen auswerten zu müssen. Jeder Report lässt sich mit einem Klick als PDF speichern.

Wie die Reports entstehen

Vollautomatisch aus öffentlichen Quellen (ransomware.live, CISA KEV, Cloudflare Radar). Die Einordnung ist regelbasiert statt KI-generiert: Jede Aussage lässt sich direkt auf die gezeigten Zahlen zurückführen. Was die Quellen nicht sehen, etwa bezahlte Lösegelder oder nicht gemeldete Vorfälle, fehlt auch im Report.

Häufige Fragen

Antworten zu den Threat Reports.

Was enthält ein Report?
Kennzahlen zu Ransomware-Nennungen mit Vergleich zur Vorperiode, aktivste Gruppen, betroffene Branchen, DACH-Vergleich, neu aktiv ausgenutzte Schwachstellen (CISA KEV) mit Herstellern, öffentlich gemeldete Cyberangriffe, eine Einordnung und vier Handlungsempfehlungen.
Kann ich den Report intern weitergeben?
Ja. Über "Als PDF speichern" entsteht ein druckfähiges Dokument mit Quellenangabe. Die Weitergabe im Unternehmen und in Gremien ist ausdrücklich erwünscht, eine Quellenangabe "n'guard Threat Report" genügt.
Warum keine KI-Einordnung?
Weil Lageberichte in Gremien Entscheidungen auslösen. Jede Aussage im Report ist regelbasiert aus den gezeigten Zahlen abgeleitet und damit überprüfbar. Für die individuelle Einordnung auf Ihr Unternehmen stehen die Fachleute von n'guard bereit.
Wie aktuell sind die Reports?
Die Daten werden alle drei Stunden neu aggregiert. Der laufende Monat ist bewusst nicht als Report wählbar, weil Leak-Site-Nennungen oft mit Verzögerung entdeckt werden und die Zahlen sonst zu tief ausfallen würden.
Vom Lagebericht zur eigenen Lage

Was heisst das konkret für Ihr Unternehmen?

n'guard übersetzt die Lage in eine Einschätzung Ihrer eigenen Exposition: kostenloser Dark Web & Exposure Check, Penetrationstest oder laufende Überwachung im Managed SOC.