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Cyber-Lagebericht Schweiz, Mai 2026

Im Zeitraum Mai 2026 wurden 5 Organisationen aus der Schweiz auf den Veröffentlichungsseiten von Ransomware-Gruppen genannt, deutlich weniger als im Vorzeitraum April 2026 (9). Am aktivsten war die Gruppe DRAGONFORCE mit 1 Nennung (20 %), insgesamt waren 5 verschiedene Gruppen aktiv.

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n'guard Threat Report

Cyber-Lagebericht Schweiz, Mai 2026

Zeitraum 01.05.2026 bis 31.05.2026, erstellt am 18.10.2026. Vergleichsperiode: April 2026.
n'guardCyber Security
Ransomware-Nennungen
5-44 %
Vorperiode 9, im Schnitt 1,1 pro Woche
Aktive Gruppen
5
am aktivsten: DRAGONFORCE
Neu aktiv ausgenutzte CVEs
21
3 mit Ransomware-Bezug (CISA KEV)
Gemeldete Cyberangriffe
1
öffentlich berichtete Vorfälle Schweiz

Einordnung

Im Zeitraum Mai 2026 wurden 5 Organisationen aus der Schweiz auf den Veröffentlichungsseiten von Ransomware-Gruppen genannt, deutlich weniger als im Vorzeitraum April 2026 (9). Am aktivsten war die Gruppe DRAGONFORCE mit 1 Nennung (20 %), insgesamt waren 5 verschiedene Gruppen aktiv.

Am stärksten betroffen waren die Branchen Landwirtschaft und Lebensmittel (2), Gesundheitswesen (2), Technologie und IT (1). Leak-Site-Nennungen zeigen nur den Teil der Angriffe, bei dem das Opfer nicht bezahlt hat oder die Gruppe Druck aufbauen wollte. Die tatsächliche Zahl der Ransomware-Vorfälle liegt erfahrungsgemäss deutlich höher.

Zum Vergleich im gleichen Zeitraum: Deutschland 39, Österreich 7, Liechtenstein 0. Da Ransomware-Gruppen opportunistisch vorgehen, bilden Angriffswellen in Nachbarländern in der Regel auch das Risiko für die Schweiz ab.

Die US-Behörde CISA hat im Zeitraum 21 Schwachstellen neu als aktiv ausgenutzt eingestuft, davon 3 mit bekannter Nutzung in Ransomware-Kampagnen. Betroffen waren vor allem Produkte von Microsoft, Palo Alto Networks, Nx. Diese Liste ist die verlässlichste Priorisierungshilfe fürs Patchen: Was dort steht, wird nachweislich angegriffen, unabhängig vom CVSS-Wert.

Einordnung für KMU: Die drei Muster hinter fast allen genannten Vorfällen sind unverändert: gestohlene oder geleakte Zugangsdaten ohne zweiten Faktor, ungepatchte extern erreichbare Systeme (VPN, Firewall, Mailserver, Fernwartung) und Phishing als Erstzugang. Wer diese drei Punkte adressiert, senkt sein Risiko messbar, unabhängig davon, welche Gruppe gerade am aktivsten ist.

Ransomware: Gruppen, Branchen, Region

Gruppen

01DRAGONFORCE
1
02SPACEBEARS
1
03THEGENTLEMEN
1
04AKIRA
1
05QILIN
1

Branchen

01Landwirtschaft und Lebensmittel
2
02Gesundheitswesen
2
03Technologie und IT
1

DACH-Vergleich

01Schweiz
5
02Deutschland
39
03Österreich
7
04Liechtenstein
0

Neu als aktiv ausgenutzt eingestufte Schwachstellen

Hersteller mit den meisten Einträgen: Microsoft (7), Palo Alto Networks (2), Nx (1), TanStack (1), Daemon (1), LiteSpeed (1).

CVEProduktSchwachstelleAufgenommen
CVE-2026-0257Palo Alto Networks PAN-OSPalo Alto Networks PAN-OS Authentication Bypass Vulnerability29.05.2026Ransomware
CVE-2026-48027Nx Nx ConsoleNx Console Embedded Malicious Code Vulnerability27.05.2026Ransomware
CVE-2026-45321TanStack TanStackTanStack Unspecified Vulnerability27.05.2026Ransomware
CVE-2026-8398Daemon Daemon Tools LiteDaemon Tools Lite Embedded Malicious Code Vulnerability27.05.2026
CVE-2026-48172LiteSpeed cPanel PluginLiteSpeed cPanel Plugin Privilege Escalation Vulnerability26.05.2026
CVE-2026-9082Drupal CoreDrupal Core SQL Injection Vulnerability22.05.2026
CVE-2025-34291Langflow LangflowLangflow Origin Validation Error Vulnerability21.05.2026
CVE-2026-34926Trend Micro Apex OneTrend Micro Apex One (On-Premise) Directory Traversal Vulnerability21.05.2026
CVE-2008-4250Microsoft WindowsMicrosoft Windows Buffer Overflow Vulnerability20.05.2026
CVE-2009-1537Microsoft DirectXMicrosoft DirectX NULL Byte Overwrite Vulnerability20.05.2026
CVE-2009-3459Adobe Acrobat and ReaderAdobe Acrobat and Reader Heap-Based Buffer Overflow Vulnerability20.05.2026
CVE-2010-0249Microsoft Internet ExplorerMicrosoft Internet Explorer Use-After-Free Vulnerability20.05.2026
CVE-2010-0806Microsoft Internet ExplorerMicrosoft Internet Explorer Use-After-Free Vulnerability20.05.2026
CVE-2026-41091Microsoft DefenderMicrosoft Defender Link Following Vulnerability20.05.2026
CVE-2026-45498Microsoft DefenderMicrosoft Defender Denial of Service Vulnerability20.05.2026
CVE-2026-42897Microsoft MicrosoftMicrosoft Exchange Server Cross-Site Scripting Vulnerability15.05.2026
CVE-2026-20182Cisco Catalyst SD-WANCisco Catalyst SD-WAN Controller Authentication Bypass Vulnerability14.05.2026
CVE-2026-42208BerriAI LiteLLMBerriAI LiteLLM SQL Injection Vulnerability08.05.2026
CVE-2026-6973Ivanti Endpoint Manager Mobile (EPMM)Ivanti Endpoint Manager Mobile (EPMM) Improper Input Validation Vulnerability07.05.2026
CVE-2026-0300Palo Alto Networks PAN-OSPalo Alto Networks PAN-OS Out-of-bounds Write Vulnerability06.05.2026
CVE-2026-31431Linux KernelLinux Kernel Incorrect Resource Transfer Between Spheres Vulnerability01.05.2026

Öffentlich gemeldete Cyberangriffe

DatumVorfall
29.05.2026Belimed ist Opfer eines Cyberangriffs
Le conglomérat de technologie médicale Belimed a été victime d'une cyberattaque. Un groupe de hackers criminels a réussi à pénétrer des zones spécifiques des systèmes informatiques de Belimed Infection Control et à copier des données d'entreprise. Cependant, l'activité commerciale des …
Quelle

Handlungsempfehlungen für KMU

1. Zugangsdaten absichernZweiten Faktor für alle externen Zugänge (VPN, E-Mail, Cloud, Fernwartung) erzwingen. Geleakte Zugangsdaten der eigenen Domain regelmässig prüfen.
2. Aussengrenze patchenExtern erreichbare Systeme priorisiert nach CISA KEV aktualisieren, nicht nach CVSS. Fernwartung und Datenbanken nie direkt am Internet.
3. Phishing-Resistenz erhöhenSPF, DKIM und DMARC (p=reject) sauber konfigurieren, Mitarbeitende regelmässig schulen, Meldeweg für verdächtige Mails etablieren.
4. Erkennen und reagieren könnenBackups offline testen, Notfallplan üben, Protokolle zentral sammeln. Wer das nicht selbst leisten kann, braucht einen Managed SOC.
Quellen: ransomware.live (Leak-Site-Monitoring und Presse-Sammlung); CISA Known Exploited Vulnerabilities Catalog. Die Einordnung ist regelbasiert aus den gezeigten Zahlen abgeleitet. Leak-Site-Nennungen bilden nur veröffentlichte Angriffe ab; die tatsächliche Zahl der Vorfälle liegt höher. Erstellt von n'guard Cyber Security, nguard.swiss. Weitergabe mit Quellenangabe erwünscht.
In einfachen Worten

Was sind die n'guard Threat Reports?

Die n'guard Threat Reports sind kostenlose, automatisch erstellte Cyber-Lageberichte pro Land und Zeitraum. Jeder Report fasst zusammen, was im gewählten Monat oder Quartal öffentlich sichtbar war: wie viele Organisationen aus dem Land auf Ransomware-Leak-Sites genannt wurden, welche Gruppen aktiv waren, welche Branchen betroffen waren, wie sich das im DACH-Raum vergleicht, welche Schwachstellen neu als aktiv ausgenutzt eingestuft wurden und welche Cyberangriffe öffentlich gemeldet wurden. Dazu kommen eine Einordnung in deutscher Sprache und konkrete Handlungsempfehlungen für KMU.

Die Reports richten sich an Geschäftsleitungen, Verwaltungsräte, IT-Verantwortliche und Sicherheitsbeauftragte, die für Risikositzungen, Budgetentscheide oder interne Kommunikation eine faktenbasierte Lageeinschätzung brauchen, ohne selbst Quellen auswerten zu müssen. Jeder Report lässt sich mit einem Klick als PDF speichern.

Wie die Reports entstehen

Vollautomatisch aus öffentlichen Quellen (ransomware.live, CISA KEV, Cloudflare Radar). Die Einordnung ist regelbasiert statt KI-generiert: Jede Aussage lässt sich direkt auf die gezeigten Zahlen zurückführen. Was die Quellen nicht sehen, etwa bezahlte Lösegelder oder nicht gemeldete Vorfälle, fehlt auch im Report.

Häufige Fragen

Antworten zu den Threat Reports.

Was enthält ein Report?
Kennzahlen zu Ransomware-Nennungen mit Vergleich zur Vorperiode, aktivste Gruppen, betroffene Branchen, DACH-Vergleich, neu aktiv ausgenutzte Schwachstellen (CISA KEV) mit Herstellern, öffentlich gemeldete Cyberangriffe, eine Einordnung und vier Handlungsempfehlungen.
Kann ich den Report intern weitergeben?
Ja. Über "Als PDF speichern" entsteht ein druckfähiges Dokument mit Quellenangabe. Die Weitergabe im Unternehmen und in Gremien ist ausdrücklich erwünscht, eine Quellenangabe "n'guard Threat Report" genügt.
Warum keine KI-Einordnung?
Weil Lageberichte in Gremien Entscheidungen auslösen. Jede Aussage im Report ist regelbasiert aus den gezeigten Zahlen abgeleitet und damit überprüfbar. Für die individuelle Einordnung auf Ihr Unternehmen stehen die Fachleute von n'guard bereit.
Wie aktuell sind die Reports?
Die Daten werden alle drei Stunden neu aggregiert. Der laufende Monat ist bewusst nicht als Report wählbar, weil Leak-Site-Nennungen oft mit Verzögerung entdeckt werden und die Zahlen sonst zu tief ausfallen würden.
Vom Lagebericht zur eigenen Lage

Was heisst das konkret für Ihr Unternehmen?

n'guard übersetzt die Lage in eine Einschätzung Ihrer eigenen Exposition: kostenloser Dark Web & Exposure Check, Penetrationstest oder laufende Überwachung im Managed SOC.