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Cyber-Lagebericht Deutschland, November 2025

Im Zeitraum November 2025 wurden 17 Organisationen aus Deutschland auf den Veröffentlichungsseiten von Ransomware-Gruppen genannt, deutlich weniger als im Vorzeitraum Oktober 2025 (25). Am aktivsten war die Gruppe PAYOUTSKING mit 4 Nennungen (24 %), insgesamt waren 9 verschiedene Gruppen aktiv.

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n'guard Threat Report

Cyber-Lagebericht Deutschland, November 2025

Zeitraum 01.11.2025 bis 30.11.2025, erstellt am 18.10.2026. Vergleichsperiode: Oktober 2025.
n'guardCyber Security
Ransomware-Nennungen
17-32 %
Vorperiode 25, im Schnitt 4 pro Woche
Aktive Gruppen
9
am aktivsten: PAYOUTSKING
Neu aktiv ausgenutzte CVEs
11
0 mit Ransomware-Bezug (CISA KEV)
Gemeldete Cyberangriffe
10
öffentlich berichtete Vorfälle Deutschland

Einordnung

Im Zeitraum November 2025 wurden 17 Organisationen aus Deutschland auf den Veröffentlichungsseiten von Ransomware-Gruppen genannt, deutlich weniger als im Vorzeitraum Oktober 2025 (25). Am aktivsten war die Gruppe PAYOUTSKING mit 4 Nennungen (24 %), insgesamt waren 9 verschiedene Gruppen aktiv.

Am stärksten betroffen waren die Branchen Industrie und Fertigung (6), Technologie und IT (4), Beratung und Dienstleistungen (2). Leak-Site-Nennungen zeigen nur den Teil der Angriffe, bei dem das Opfer nicht bezahlt hat oder die Gruppe Druck aufbauen wollte. Die tatsächliche Zahl der Ransomware-Vorfälle liegt erfahrungsgemäss deutlich höher.

Zum Vergleich im gleichen Zeitraum: Schweiz 10, Österreich 11, Liechtenstein 0. Da Ransomware-Gruppen opportunistisch vorgehen, bilden Angriffswellen in Nachbarländern in der Regel auch das Risiko für Deutschland ab.

Die US-Behörde CISA hat im Zeitraum 11 Schwachstellen neu als aktiv ausgenutzt eingestuft. Betroffen waren vor allem Produkte von Fortinet, Gladinet, OpenPLC. Diese Liste ist die verlässlichste Priorisierungshilfe fürs Patchen: Was dort steht, wird nachweislich angegriffen, unabhängig vom CVSS-Wert.

Einordnung für KMU: Die drei Muster hinter fast allen genannten Vorfällen sind unverändert: gestohlene oder geleakte Zugangsdaten ohne zweiten Faktor, ungepatchte extern erreichbare Systeme (VPN, Firewall, Mailserver, Fernwartung) und Phishing als Erstzugang. Wer diese drei Punkte adressiert, senkt sein Risiko messbar, unabhängig davon, welche Gruppe gerade am aktivsten ist.

Ransomware: Gruppen, Branchen, Region

Gruppen

01PAYOUTSKING
4
02QILIN
3
03INCRANSOM
3
04SARCOMA
2
05BROTHERHOOD
1
06THEGENTLEMEN
1
07SAFEPAY
1
08CLOP
1
09DRAGONFORCE
1

Branchen

01Industrie und Fertigung
6
02Technologie und IT
4
03Beratung und Dienstleistungen
2
04Handel und E-Commerce
2
05Nicht zugeordnet
2
06Gesundheitswesen
1

DACH-Vergleich

01Schweiz
10
02Deutschland
17
03Österreich
11
04Liechtenstein
0

Neu als aktiv ausgenutzt eingestufte Schwachstellen

Hersteller mit den meisten Einträgen: Fortinet (2), Gladinet (2), OpenPLC (1), Oracle (1), Google (1), Microsoft (1).

CVEProduktSchwachstelleAufgenommen
CVE-2021-26829OpenPLC ScadaBROpenPLC ScadaBR Cross-site Scripting Vulnerability28.11.2025
CVE-2025-61757Oracle Fusion MiddlewareOracle Fusion Middleware Missing Authentication for Critical Function Vulnerability21.11.2025
CVE-2025-13223Google Chromium V8Google Chromium V8 Type Confusion Vulnerability19.11.2025
CVE-2025-58034Fortinet FortiWebFortinet FortiWeb OS Command Injection Vulnerability18.11.2025
CVE-2025-64446Fortinet FortiWebFortinet FortiWeb Path Traversal Vulnerability14.11.2025
CVE-2025-12480Gladinet TriofoxGladinet Triofox Improper Access Control Vulnerability12.11.2025
CVE-2025-62215Microsoft WindowsMicrosoft Windows Race Condition Vulnerability12.11.2025
CVE-2025-9242WatchGuard FireboxWatchGuard Firebox Out-of-Bounds Write Vulnerability12.11.2025
CVE-2025-21042Samsung Mobile DevicesSamsung Mobile Devices Out-of-Bounds Write Vulnerability10.11.2025
CVE-2025-48703CWP Control Web PanelCWP Control Web Panel OS Command Injection Vulnerability04.11.2025
CVE-2025-11371Gladinet CentreStack and TriofoxGladinet CentreStack and Triofox Files or Directories Accessible to External Parties Vulnerability04.11.2025

Öffentlich gemeldete Cyberangriffe

DatumVorfall
24.11.2025Cyberangriff legt IT-Systeme der Hochschule Mainz lahm
La Hochschule Mainz a été victime d'une attaque cybernétique, ce qui a entraîné la fermeture de la plupart de ses systèmes informatiques pour des raisons de sécurité. Les cours en présentiel se poursuivent, mais la durée de la perturbation n'est …
Quelle
23.11.2025Forbidden
Fin novembre, l’entreprise de commerce équitable GEPA à Wuppertal a subi une cyberattaque de type ransomware qui a paralysé son entrepôt, ses livraisons et ses réseaux locaux, chiffrant des données et provoquant un quasi-arrêt d’une semaine en pleine saison de …
Quelle
20.11.2025Sechs Kitas betroffen: Cyberangriff auf Berliner Kita-Betreiber „Socius“ - Tagesspiegel Checkpoint
Le Kita-Betreiber berlinois Socius a été victime d'une attaque par ransomware le 20 novembre, au cours de laquelle 1% de ses données ont été copiées. L'entreprise gère six crèches à Berlin et prend soin de 3000 enfants et adolescents. Les …
Quelle
16.11.2025Stadtwerke Detmold von Hackerangriff betroffen
Les systèmes informatiques de la société de services publics Stadtwerke Detmold ont été victimes d'une cyberattaque, entraînant une panne complète de leurs services en ligne et de leurs communications téléphoniques et par e-mail. La société assure que les services de …
Quelle
15.11.2025Cyber-Angriff auf Vereinigte Stadtwerke GmbH
La Vereinigte Stadtwerke GmbH a été victime d'une attaque de hackers en novembre 2025, mais les systèmes critiques pour la fourniture de services publics n'ont pas été affectés. L'attaque a été détectée et stoppée rapidement, mais un flux de données …
Quelle
10.11.2025Radio Arabella pariert Hacker-Angriff
Les radios Arabella München et Arabella Bayern ont subi un cyberattaque ciblée, mais grâce à leur équipe, le service de diffusion a pu être maintenu. Les systèmes ont été restaurés après trois jours de travail. Les experts ont sécurisé les …
Quelle
09.11.2025Hackerangriff legt Radio Nordseewelle lahm
Radio Nordseewelle a été victime d'une attaque de piratage informatique qui a endommagé une grande partie de son infrastructure technique, mais le service a pu être rétabli grâce à l'engagement de l'équipe et à l'aide de partenaires régionaux. Les enquêtes …
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06.11.2025Hackerangriff legt Netzwerk der Stadtverwaltung Ludwigshafen lahm
Le réseau de la ville de Ludwigshafen a été victime d'une attaque de hackers, ce qui a entraîné une panne généralisée. Les détails de l'incident ne sont pas encore connus, mais il s'agit potentiellement du deuxième cas d'attaque de ce …
Quelle
05.11.2025Cyberangriff legt MVZ in Tirschenreuth und Kemnath lahm | OberpfalzECHO
Le Medizinische Versorgungszentrum Nordoberpfalz a subi une attaque informatique, ce qui a conduit à la fermeture temporaire de deux de ses sites à Tirschenreuth et Kemnath. Les cliniques ne sont pas affectées et le site de Weiden continue de fonctionner. …
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04.11.2025St. Lukas ist Opfer eines Hackerangriffs geworden
La grande paroisse Saint-Luc de Düren, en Allemagne, a été victime d'une attaque de hackers, les systèmes informatiques ont été visés dans la nuit du 3 novembre. Les raisons de cette attaque ne sont pas encore connues. La paroisse comprend …
Quelle

Handlungsempfehlungen für KMU

1. Zugangsdaten absichernZweiten Faktor für alle externen Zugänge (VPN, E-Mail, Cloud, Fernwartung) erzwingen. Geleakte Zugangsdaten der eigenen Domain regelmässig prüfen.
2. Aussengrenze patchenExtern erreichbare Systeme priorisiert nach CISA KEV aktualisieren, nicht nach CVSS. Fernwartung und Datenbanken nie direkt am Internet.
3. Phishing-Resistenz erhöhenSPF, DKIM und DMARC (p=reject) sauber konfigurieren, Mitarbeitende regelmässig schulen, Meldeweg für verdächtige Mails etablieren.
4. Erkennen und reagieren könnenBackups offline testen, Notfallplan üben, Protokolle zentral sammeln. Wer das nicht selbst leisten kann, braucht einen Managed SOC.
Quellen: ransomware.live (Leak-Site-Monitoring und Presse-Sammlung); CISA Known Exploited Vulnerabilities Catalog. Die Einordnung ist regelbasiert aus den gezeigten Zahlen abgeleitet. Leak-Site-Nennungen bilden nur veröffentlichte Angriffe ab; die tatsächliche Zahl der Vorfälle liegt höher. Erstellt von n'guard Cyber Security, nguard.swiss. Weitergabe mit Quellenangabe erwünscht.
In einfachen Worten

Was sind die n'guard Threat Reports?

Die n'guard Threat Reports sind kostenlose, automatisch erstellte Cyber-Lageberichte pro Land und Zeitraum. Jeder Report fasst zusammen, was im gewählten Monat oder Quartal öffentlich sichtbar war: wie viele Organisationen aus dem Land auf Ransomware-Leak-Sites genannt wurden, welche Gruppen aktiv waren, welche Branchen betroffen waren, wie sich das im DACH-Raum vergleicht, welche Schwachstellen neu als aktiv ausgenutzt eingestuft wurden und welche Cyberangriffe öffentlich gemeldet wurden. Dazu kommen eine Einordnung in deutscher Sprache und konkrete Handlungsempfehlungen für KMU.

Die Reports richten sich an Geschäftsleitungen, Verwaltungsräte, IT-Verantwortliche und Sicherheitsbeauftragte, die für Risikositzungen, Budgetentscheide oder interne Kommunikation eine faktenbasierte Lageeinschätzung brauchen, ohne selbst Quellen auswerten zu müssen. Jeder Report lässt sich mit einem Klick als PDF speichern.

Wie die Reports entstehen

Vollautomatisch aus öffentlichen Quellen (ransomware.live, CISA KEV, Cloudflare Radar). Die Einordnung ist regelbasiert statt KI-generiert: Jede Aussage lässt sich direkt auf die gezeigten Zahlen zurückführen. Was die Quellen nicht sehen, etwa bezahlte Lösegelder oder nicht gemeldete Vorfälle, fehlt auch im Report.

Häufige Fragen

Antworten zu den Threat Reports.

Was enthält ein Report?
Kennzahlen zu Ransomware-Nennungen mit Vergleich zur Vorperiode, aktivste Gruppen, betroffene Branchen, DACH-Vergleich, neu aktiv ausgenutzte Schwachstellen (CISA KEV) mit Herstellern, öffentlich gemeldete Cyberangriffe, eine Einordnung und vier Handlungsempfehlungen.
Kann ich den Report intern weitergeben?
Ja. Über "Als PDF speichern" entsteht ein druckfähiges Dokument mit Quellenangabe. Die Weitergabe im Unternehmen und in Gremien ist ausdrücklich erwünscht, eine Quellenangabe "n'guard Threat Report" genügt.
Warum keine KI-Einordnung?
Weil Lageberichte in Gremien Entscheidungen auslösen. Jede Aussage im Report ist regelbasiert aus den gezeigten Zahlen abgeleitet und damit überprüfbar. Für die individuelle Einordnung auf Ihr Unternehmen stehen die Fachleute von n'guard bereit.
Wie aktuell sind die Reports?
Die Daten werden alle drei Stunden neu aggregiert. Der laufende Monat ist bewusst nicht als Report wählbar, weil Leak-Site-Nennungen oft mit Verzögerung entdeckt werden und die Zahlen sonst zu tief ausfallen würden.
Vom Lagebericht zur eigenen Lage

Was heisst das konkret für Ihr Unternehmen?

n'guard übersetzt die Lage in eine Einschätzung Ihrer eigenen Exposition: kostenloser Dark Web & Exposure Check, Penetrationstest oder laufende Überwachung im Managed SOC.